Nachdem die weltweit spannendsten Concept Stores bisher hier im Blog als vielgeklickte Liste vereint wurden gibt es nun auch eine passende Weltkarte dazu. Ob in Australien oder in den Vereinigten Arabischen Emiraten – alle sind drin und mit einem blauen Pin markiert. Und die gelben Pins kennzeichnen die Slowretail Läden, über die hier in den Blogbeiträgen der letzten Jahre berichtet wurde. Die Karte wird laufend vervollständigt.
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Ritter Sport hat sich in Berlins Mitte ein Denkmal gesetzt. Bezeichnenderweise eröffnete der quadratisch-praktisch-gut-Chocolatier im Herzen der Hauptstadt seine Markendepandance Bunte Schokowelt genau gegenüber vom ewigen Promiwirt Borchardt, unweit vom Gendarmenmarkt.
Auf rund 1.000 qm installierte man mit viel Markenstolz eine eigene Schokowelt, die Einzelhandel mit Bildung, Erlebnis, Gastronomie und Event kombiniert. Zunächst fragt man sich als bummelnder Passant der Friedrichstraße, worum es hier geht und warum es gerade hier gehen soll – schließlich ist das Sortiment (die Schokolade) praktisch überall zu kaufen und, bis auf ein paar exotische Sorten, die beim Discounter nicht “gelistet” sind, keineswegs so exklusiv wie Hermés oder Emporio Armani, die ihre Stores in Sichtweise haben.
Schnell wird aber klar, dass es in der Bunten Schokowelt um mehr geht. Um eigene Welten, die jedem Zuckermuffel beim bloßen Lesen die Schweissperlen auf die Stirn treiben: Der Laden bietet eigene Bereiche namens Schokopfad, Schokokreation, Schokowerkstatt, Schokoshop, Schokolateria und Schokolounge. Weiterlesen »
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Foto: Messe Frankfurt
In Frankfurt findet gerade wieder die paperworld-Messe statt. Der Slowretail Initiator Alexander von Keyserlingk wird am morgigen Sonntag im dortigen PBS-Forum sprechen. Thema des Vortrages werden aktuelle Trends im Konsumverhalten, Missverständnisse im Wertesystem zwischen Kunden und Händlern sowie die Einflüsse der LOHAS-Bewegung sein. Es werden Erfolgsbeispiele von Händlern vorgestellt und erläutert, wie diese einzigartige Mehrwerte für ihre Kunden schaffen. Spannend wird sein, welche Schlüsse die anwesenden Vertreter der PBS-Branche (Papier/Büro/Schreibwaren) für ihre Läden und Vertriebskonzepte ziehen.
Die Teilnahme am Vortrag ist im Rahmen des Messebesuchs kostenlos und ohne Voranmeldung möglich.
Los geht’s um 15.00 Uhr im PBS-Forum in Halle 3.0, Stand C41.
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Foto: blogs.lexpress.fr/cafe-mode
Der inflationär bemühte Gattungs-Begriff “Flagship-Store” ist eigentlich nicht der richtige für manche Läden, die als stolze Botschafter die Fahne für ihr Markenuniversum und ihre Produktwelt hochhalten. Es gibt weltweit nur ein paar Dutzend davon, denen man wirklich ansieht, dass sie ihre ganze eigene Identität entwickelt haben und dadurch faszinieren.
Der Laden des belgischen Designers Dries van Noten in Antwerpen gehört nicht zur Avantgarde der Modetempel, ist kein künstliches Architektenprodukt. Im historischen Kaufmannshaus “Het Modepaleis”, das wie die flandrische Antwort auf New Yorks Flatiron-Building anmutet, hat Herr van Noten seinen ersten Laden vor gut einem Jahrzehnt eingerichtet. Weiterlesen »
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Foto: Affentor
In der Manufaktur Affentor in Frankfurt entstehen kultverdächtige Taschen – und zugleich Chancen für langzeitarbeitslose Frauen, wieder ins Berufsleben einzusteigen. Ursprünglich am Affentorplatz in Sachsenhausen namensprägend gegründet, werden heute im Showroom an der Fahrgasse die handgefertigten Taschen der Limited- und Goldedition sowie Accessoires angeboten. Die verwendeten Stoffe stammen ausschließlich von Kleinhändlern aus der Region, sind meist Restposten und gerne ökologisch. In der Manufaktur können Frauen den Beruf der Modenäherin erlernen, im Laden den der Einzelhandelskauffrau, man versteht sich hier als Plattform für Produktentwicklung, Produktion, Marketing und Vertrieb. Gute Idee!
Affentor, Fahrgasse 23, 60311 Frankfurt
offen: Mo-Sa 10 bis 19 Uhr
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Foto: apfelparadies.com
In der dritten Generation betreibt Familie Schumacher im beschaulichen Düsseldorfer Vorort Wittlaer ihr Apfelparadies, das aber tatsächlich inhaltlich weit über die namensgebende Bestimmung hinaus geht. Im kleinen Hofladen vermutet man nicht, dass der Familienbetrieb mittlerweile 40 Hektar Anbaufläche mit 100.000 Obstbäumen und -sträuchern umfasst. Weiterlesen »
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Foto: designersfair.de
Zum zweiten Mal findet in Köln vom 18. bis 24. Januar die Designers Fair statt, diesmal mit dem offiziellen Segen der Passagen in deren Rahmenprogramm. Im letzten Jahr fanden 2.000 Besucher den Weg in’s RheinTriadem und so stellen in diesem Jahr noch mehr Kreative auf 4.000 qm ihre Entwürfe aus und vor. Weiterlesen »
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Foto: www.antipreneur.de
Neues aus dem Antipreneur-Shop: Der Milchmädchenrechner.
Artikelbeschreibung: “Damit hat niemand gerechnet: Mit dem Antipreneur Milchmädchenrechner! Für die Freunde von Äpfel und Birnen – einfach für jeden, der es mit dem Genaunehmen nicht so genau nimmt.
In Zeiten von Wirtschaftskrise und Milliardenkrediten darf einem der eigene Taschenrechner keinen Strich durch die Rechnung machen. Darum ist der Milchmädchenrechner ideal für alle, die große Summen zu verschleudern haben: Auf dem Maxi-Display haben Zahlen mit bis zu zwölf Stellen Platz. Da macht selbst das Schuldenmachen Spaß.
Mit seinem erweiterten Tastenfeld macht es der Milchmädchenrechner zum Kinderspiel, Fünfe gerade sein zu lassen. Zum Funktionsumfang gehören praktische Helferlein wie die „Devisenkreislauf“-Taste, „20 Prozent teurer“ und die ebenso neue und unverzichtbare Funktion „Pi mal Daumen“.
Der Antipreneur Milchmädchenrechner besticht auch unerfahrene Buchhalter durch sein reichhaltiges Design und die hochwertige Nussholzapplikation zwischen den vergoldeten Oberflächen. Da werden selbst die Herren aus dem Vorstand neidisch. Und die integrierte Kensingtonschloss-Vorrichtung macht sich sogar dann bezahlt, wenn der Gerichtsvollzieher ‘mal reinschaut.”
Zu begehren im Antipreneur-Shop, der Mutter des strategischen Konsums.
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Foto: wikimedia.org (Apple, New York)
Bisher ist dieser Blog für seine Leidenschaft zu individuellen Handelskonzepten bekannt, ob traditioneller Kiosk oder ultramoderner Concept Store, ob temporärer Guerilla-Laden oder alteingesessene, liebgewordene Tante-Emma-Institution. Das wird auch so bleiben, wird aber nach und nach behutsam um eine weitere Dimension spannenden Retails ergänzt: Die Flagshipstores der “grossen” und kleineren Marken dieser Welt.

Foto: Abercrombie & Fitch
Dies ist kein stilistischer Bruch der Bestimmung von Slowretail sondern rundet vielmehr das Portfolio des Blogs ab. Oft lassen sich die Mode- und Lifestylemarken besondere Läden einfallen, die durchaus erlebnisreich und spektakulär sind und Anerkennung als Ausbrecher aus dem Alltäglichen Einerlei der Handelsketten und Filialisten verdienen. Insofern geht es hier nicht um den grössten Mango-Store in Kassel sondern um wirklich ambitionierte, einzigartige Markenbotschafter. (Dabei sind wir einmal so großzügig zu übersehen, dass diese Stores zumeist rein marketing-finanziert sind und sicher ihren Teil zu der Preiskalkulation der Produkte beitragen).

Foto: Giorgio Armani (5th Ave., New York)
Wir wollen hier einfach spannende Beispiele facettenreichen Einzelhandels bündeln und dafür die besten und faszinierendsten Flagshipstores der Welt zusammenstellen. Sie können gerne dazu beitragen, indem Sie Ihren Favoriten unten als Kommentar eintragen. Herzlich willkommen in der Welt des Markenhypes (der auch Spaß machen kann). Ich habe hier mal bei A angefangen und drei bildliche Beispiele als Anfütterer ausgewählt.
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Foto: Loja do Bispo
Ist hier jemand in der Bloggersphäre, der Portugiesisch spricht? Ich werde aus diesem Laden nicht ganz schlau und leider treibt es mich in absehbarer Zeit nicht nach Sao Paulo/Brasilien, um klarer zu sehen. (Immerhin hat man mich mit der Empfehlung über die englische Concept Store-Liste kontaktiert). Loja do Bispo ist, soviel habe ich verstanden, ein wilder Laden mit (Kunst-)Büchern, Kunstwerken, Devotionalien und die Inhaberin Pinky (Rita?) Wainer schart all diese Dinge um sich, wie eine passionierte Sammlerin.
Hier ist zu lesen und zu sehen, dass sie aufblasbare Spielzeugtiere in aufwendiger Lagentechnik zu Skulpturen entwickelt. Und sie zeichnet. Und sie hat einen ausgeprägten Hang zur Mode, Scarlett Johansson, Madonnen und selbstgebauten Bomben.

Foto: Loja do Bispo
Ein kleines, schräges Universum für sich, das sicher einen Besuch und Dialog mit Pinky lohnt. Wer mehr weiss, füge bitte einen Kommentar hier unten an.
Loja do Bispo, Rua Dr. Mello Alves 278, Jardins, São Paulo (Brasilien)
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Foto: www.haraldschroeder.de
Aus dem Buch “Zeitkonserven – Frankfurter Traditionsgeschäfte”.
„50 Jahre und zehn Monate.” Die Antwort kommt wie aus der Pistole geschossen. Die Frage war nicht, wie alt Christa Kolb ist, sondern wie lange sie schon bei der Firma Schambach angestellt ist. Sie sei direkt nach der Volksschule in das traditionsreiche Fachgeschäft an der Konstablerwache gekommen und habe da ihre Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann begonnen. „Die Bezeichnung Einzelhandelskauffrau gab es zu der Zeit noch nicht”, erinnert sich die heute 65-Jährige.
Gelernt habe sie noch beim alten Herrn Schambach, dem Vater von Hannelore Schambach, die leider im Januar 2009 verstorben ist. Frau Kolb ist sichtlich gerührt vom Verlust ihrer Chefin. „Wir sind alle sehr, sehr traurig, dass sie nicht mehr unter uns ist”, sagt sie. Sie zieht die Trauerkarte, die vor ihr auf dem Schreibtisch steht, näher heran. „Das ist sie.” Sogleich verbessert sich Frau Kolb. „War sie.” Weiterlesen »
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Foto: duisburg.de
Das Ruhrgebiet ist in diesem Jahr bekanntlich Kulturhauptstadt Europas. Essen hat als Gewinner des Wettbewerbs alle anderen Städte des Reviers aufgefordert, an den kulturellen Aktivitäten mitzuwirken und so wurde aus “Essen 2010″ nun “Ruhr 2010“. Es bleibt abzuwarten, welche Chancen einer Neu-Positionierung des Images der Region national und international genutzt werden (können).
Slowretail wird die Aufmerksamkeit, die der “Ruhrstadt” als größter der Deutschen Städte mit 5 Mio. Einwohnern in diesem Jahr zuteil wird, nutzen und über beachtenswerte Handelsbeispiele von dort berichten. Wir starten in Duisburg.
Im Stadtteil Marxloh bündeln sich die Gesellschaften mit Migrationshintergrund geradezu klischeehaft und der nicht gerade besonders weltkulturoffene, reale Spießer-Ruhri macht sich gerne lauthals Sorgen über eine drohende Infiltrierung des Islamismus im Deutschen Pott. Weiterlesen »
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